Blankes Rohr :
Ein Rohr gilt als unbeschichtetes Rohr, wenn es keine Beschichtung aufweist. Nach dem Walzen im Stahlwerk wird das unbeschichtete Material üblicherweise zu einem Ort transportiert, an dem es mit der gewünschten Beschichtung versehen wird (die sich nach den Bodenverhältnissen am Einsatzort richtet). Unbeschichtete Rohre sind die gängigste Rohrart im Pfahlbau und werden häufig für statische Zwecke im Erdreich eingesetzt. Obwohl es keine konkreten Studien gibt, die belegen, dass unbeschichtete Rohre im Pfahlbau eine höhere mechanische Stabilität aufweisen als beschichtete Rohre, sind sie in der Bauindustrie Standard.
Verzinktes Rohr :
Verzinken ist eine der gängigsten Beschichtungsarten für Stahlrohre. Selbst wenn das Metall an sich bereits hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit und Zugfestigkeit aufweist, ist eine zusätzliche Zinkbeschichtung für eine optimale Oberflächengüte erforderlich. Verzinken kann auf verschiedene Arten erfolgen, je nach Verfügbarkeit des jeweiligen Verfahrens. Die gängigste Technik ist jedoch das Feuerverzinken, bei dem das Stahlrohr in ein Bad mit geschmolzenem Zink getaucht wird. Eine metallurgische Reaktion zwischen der Stahllegierung und dem Zink erzeugt eine Oberflächenbeschichtung, die dem Rohr einen zuvor nicht vorhandenen Korrosionsschutz verleiht. Ein weiterer Vorteil des Verzinkens sind die geringen Kosten. Da das Verfahren einfach ist und nur wenige Nachbearbeitungsschritte erfordert, ist es für viele Hersteller und Branchen die bevorzugte Wahl.
FBE – Fusionsgebundene Epoxidpulverbeschichtung für Rohre :
Diese Rohrbeschichtung bietet hervorragenden Schutz für Rohrleitungen mit kleinem bis großem Durchmesser bei moderaten Betriebstemperaturen (-30 °C bis 100 °C). Sie wird häufig für Öl-, Gas- oder Wasserleitungen eingesetzt. Die ausgezeichnete Haftung gewährleistet langfristigen Korrosionsschutz. FBE kann als Doppelschicht aufgetragen werden und bietet so starke physikalische Eigenschaften, die Beschädigungen bei Handhabung, Transport, Installation und Betrieb minimieren.
Einlagige, fusionsgebundene Epoxid-Korrosionsschutzrohre: Elektrostatische Pulverbeschichtung;
Doppellagige, fusionsgebundene Epoxidharz-Korrosionsschutzrohre: Zuerst Epoxidpulver unten, dann Epoxidpulver auf der Oberfläche.
3PE-Epoxidbeschichtungsrohr :
3PE-epoxidbeschichtete Stahlrohre bestehen aus drei Schichten: einer FBE-Beschichtung, einer Haftschicht in der Mitte und einer äußeren Polyethylenschicht. 3PE-beschichtete Rohre sind ein weiteres Produkt, das seit den 1980er Jahren auf Basis der FBE-Beschichtung entwickelt wurde und neben Haftvermittlern auch Polyethylenschichten enthält. 3PE verbessert die mechanischen Eigenschaften der Rohrleitung, erhöht die elektrische Leitfähigkeit, macht sie wasserdicht, verschleißfest und alterungsbeständig.
Die erste Schicht besteht aus fusionsgebundenem Epoxidharz mit einer Dicke von mehr als 100 μm (FBE > 100 μm).
Die zweite Schicht ist ein Klebstoff, der die Epoxid- und PE-Schichten miteinander verbindet. (AD: 170–250 μm)
Die dritte Schicht besteht aus PE-Schichten (Polyethylen), die Vorteile hinsichtlich Wasserbeständigkeit, elektrischer Leitfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beschädigungen bieten. (φ300-φ1020 mm)
Daher vereint die 3PE-Beschichtung die Vorteile von FBE und PE. Sie findet daher immer breitere Anwendung im Erdreich für den Transport von Wasser, Gas und Öl.
Veröffentlichungsdatum: 03. März 2022